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Raumklima

Das kalte Winterwetter veranlasst mich, an dieser Stelle einen wichtigen Tipp dazwischen zu schieben.

Es geht um das richtige Raumklima – gerade im Winter bei der trockenen Heizungsluft. Das Raumklima spielt eine bedeutende Rolle bei der Vorbeugung von Erkrankungen (vor allem Erkältungen). Die Temperatur im Raum sollte bei 20 – 22° liegen, die Luftgeschwindigkeit darf 0,1 m/sec. nicht überschreiten (Zug!). Ein wesentlicher Punkt ist die relative Luftfeuchtigkeit. Sie soll zwischen 40 und 65% liegen, wobei mindestens 50% benötigt werden, um statische Aufladungen zu vermeiden. Im Winter wird bei Betrieb der Heizung der erforderliche Wert (ich empfehle mindestens 50%) häufig nicht erreicht. Hier hilft nur der Einsatz eines Luftbefeuchters. Dabei ist das Prinzip der Kaltverdunstung anderen Verfahren eindeutig vorzuziehen. Schmeißen Sie auf jeden Fall alle Wasserbehälter weg, die auf Heizkörpern stehen (Brutstätten für Bakterien und Schimmelpilze). Bis zu 5 Liter Wasser braucht ein Raum von 30 m² Größe pro Tag im Winter, wenn kräftig geheizt wird.

Und noch etwas ist ganz wichtig: Das Lüften des Raumes sollte durch kurze Stoßlüftung geschehen (Fenster für wenige Minuten ganz öffnen, auf keinen Fall kippen). Was machen wir, wenn im Raum zu trockene Luft ist, während draußen schöner feuchter Nebel herrscht? Die Feuchtigkeit ins Zimmer lassen? Weit gefehlt! Die relative Luftfeuchtigkeit, auf die es ankommt, hängt stark von der Lufttemperatur ab. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen, bei 0° z.B. 4,9 g/m³, bei 20° 17,2 g/m³. Nun wollen wir das Fenster weit öffnen, um die gesättigte, feuchte Luft in unser trockenes Büro zu lassen. Was dann passiert, zeigt die folgende Tabelle.

TemperaturLuftfeuchtigkeit
absolutrelativmaximal
20 °7 g/cbm40 %17,2 g/cbm
0 ° (Nebel)4,9 g/cbm100 %4,9 g/cbm
20 °4,9 g/cbm28 %17,2 g/cbm

Sie sehen, die Luft im Raum wird – sobald sie sich wieder auf 20° erwärmt hat – noch trockener als vorher. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit erreichen wir durch zusätzliche Luftbefeuchtung (z.B. Venta) oder durch Absenken der Temperatur. Und noch ein Wort zu den Grünpflanzen im Büro: Sie unterstützen ein gutes Raumklima, zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit tragen sie nur in sehr geringem Maße bei.

Übrigens: All das gilt natürlich auch für das private Wohnzimmer – auch hier trägt ausreichende Luftfeuchtigkeit nicht nur zum Wohlbefinden bei, sondern beugt auch Erkältungskrankheiten vor!

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